Nektarinen lassen sich am besten verarbeiten, indem du sie je nach Rezept halbierst, entsteinst und entweder roh weiterverarbeitest oder kurz blanchierst. Die Schale bleibt in den meisten Fällen dran, spart Zeit und enthält wertvolle Nährstoffe. In diesem Artikel beantwortest du dir alle wichtigen Fragen rund um den Umgang mit Nektarinen in der Küche.
Wann sind Nektarinen reif genug zum Verarbeiten?
Nektarinen sind reif genug zum Verarbeiten, wenn sie auf leichten Druck am Stielansatz leicht nachgeben, intensiv duften und eine vollständig ausgereifte Grundfarbe zeigen. Unreife Früchte sind fest und geschmacklos, überreife Früchte werden matschig und lassen sich schlecht schneiden.
Der Reifegrad entscheidet darüber, ob dein Gericht gelingt oder nicht. Bei saisonalem Obst wie Nektarinen ist das Timing alles. Die Hauptsaison liegt in Mitteleuropa zwischen Juni und September. In diesen Monaten bekommst du Früchte, die auf natürlichem Weg vollreif werden konnten.
Ein praktischer Test: Halte die Nektarine in die Handfläche und drücke sanft mit dem Daumen. Gibt sie leicht nach, ist sie perfekt. Fühlt sie sich hart wie ein Stein an, braucht sie noch ein paar Tage bei Zimmertemperatur. Riecht sie kaum, wird sie auch kaum Geschmack mitbringen. Nektarinen reifen nach dem Kauf nach, wenn du sie offen bei Raumtemperatur lagerst, am besten nebeneinander, nicht übereinandergestapelt.
Muss man Nektarinen vor der Verarbeitung schälen?
Nein, Nektarinen müssen vor der Verarbeitung in den meisten Fällen nicht geschält werden. Im Gegensatz zu Pfirsichen haben Nektarinen eine glatte, dünne Schale ohne Flaum, die sich gut essen lässt und beim Kochen oder Backen problemlos weich wird.
Die Schale enthält Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, also gibt es gute Gründe, sie dranzulassen. Bei Salaten, Chutneys, Kuchen oder Marmeladen ist die Schale kein Problem. Lediglich wenn du eine besonders feine, samtige Textur anstrebst, zum Beispiel für Mousses, Sorbets oder Cremes, lohnt sich das Schälen.
So schälst du Nektarinen einfach: Ritze die Haut kreuzförmig an der Unterseite ein, lege die Früchte für 30 bis 60 Sekunden in kochendes Wasser und tauche sie danach sofort in Eiswasser. Danach lässt sich die Schale mühelos abziehen. Diese Methode funktioniert am besten bei vollreifen Früchten.
Wie schneidet man Nektarinen richtig auf?
Nektarinen schneidest du am besten, indem du sie entlang der natürlichen Naht ringsum einschneidest, die beiden Hälften gegeneinander drehst und dann den Stein entweder mit einem Löffel herauslöst oder bei Freisteinfrüchten einfach herausnimmst. Bei Haftsteinfrüchten hilft ein kleines Messer.
Nektarinen gibt es in zwei Varianten:
- Freisteiner: Der Stein löst sich leicht vom Fruchtfleisch. Diese Sorten sind ideal zum Schneiden und Verarbeiten.
- Haftsteiner: Das Fruchtfleisch klebt am Stein. Hier schneidest du das Fleisch direkt vom Stein weg, ähnlich wie bei einer Mango.
Für Spalten oder Würfel legst du die halbe Nektarine mit der Schnittfläche nach unten auf das Brett und schneidest sie dann in gleichmäßige Stücke. Ein scharfes Messer ist dabei wichtig, damit das Fruchtfleisch nicht zerquetscht wird. Für Desserts und Salate reichen Spalten, für Smoothies oder Saucen kannst du grob würfeln.
Wie verhindert man, dass Nektarinen nach dem Schneiden braun werden?
Geschnittene Nektarinen werden braun, weil das Fruchtfleisch nach dem Aufschneiden mit Sauerstoff reagiert. Du kannst das verlangsamen, indem du die Schnittflächen sofort mit etwas Zitronensaft beträufelst. Die Säure hemmt die Oxidation und hält die Farbe für mehrere Stunden frisch.
Weitere Möglichkeiten, das Braunwerden zu verhindern:
- Geschnittene Stücke in eine Schüssel mit kaltem Wasser und einem Spritzer Zitronensaft legen
- Frisch zubereitete Stücke luftdicht abdecken und sofort kühlen
- Nektarinen erst kurz vor dem Servieren aufschneiden
- Bei der Weiterverarbeitung zu Kompott oder Sauce spielt die Farbe ohnehin keine Rolle
Für Buffets oder Cateringzwecke ist Zitronensaft die schnellste und zuverlässigste Lösung. Der Geschmack verändert sich kaum, solange du es nicht übertreibst.
Welche Gerichte lassen sich mit Nektarinen zubereiten?
Nektarinen sind ausgesprochen vielseitig und passen sowohl in süße als auch in herzhafte Gerichte. Du kannst sie roh in Salaten verwenden, zu Marmelade oder Chutney einkochen, auf Kuchen oder Tartes backen, zu Sorbet verarbeiten oder als Beilage zu Fleisch und Käse servieren.
Süße Zubereitungen
Klassische Einsatzmöglichkeiten im süßen Bereich sind Nektarinen-Galettes, Obstkuchen, Crumbles und Clafoutis. Auch als Topping auf Joghurt, Quark oder Porridge machen sie sich gut. Für ein schnelles Dessert halbierst du die Früchte, gibst sie mit etwas Butter und Honig in eine heiße Pfanne und karamellisierst sie kurz an. Das dauert keine zehn Minuten und schmeckt nach Sommer.
Herzhafte Zubereitungen
Im herzhaften Bereich harmonieren Nektarinen besonders gut mit Rucola, Ziegenkäse, Parmaschinken und Balsamico. Als Chutney passen sie hervorragend zu gegrilltem Geflügel oder Schweinefleisch. Auch in asiatisch inspirierten Gerichten, zum Beispiel in einem Nektarinen-Ingwer-Dressing, bringen sie eine fruchtige Tiefe mit.
Wie lagert man verarbeitete Nektarinen richtig?
Verarbeitete Nektarinen, also geschnittene oder zubereitete Stücke, lagerst du am besten in einem luftdicht verschlossenen Behälter im Kühlschrank. Dort bleiben sie ein bis zwei Tage frisch. Für längere Aufbewahrung eignet sich das Einfrieren, wobei du die Stücke vorher kurz mit Zitronensaft behandelst.
Beim Einfrieren legst du die Nektarinenspalten zunächst nebeneinander auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech und frierst sie für zwei bis drei Stunden vor. Danach kannst du sie in Gefrierbeutel umfüllen, ohne dass sie zusammenkleben. So bleiben sie bis zu zwölf Monate haltbar und lassen sich portionsweise entnehmen.
Eingekochte Nektarinen als Kompott oder Marmelade halten bei korrekter Verarbeitung und sterilisierten Gläsern bis zu einem Jahr. Wichtig ist, die Gläser sofort nach dem Befüllen zu verschließen und auf den Kopf zu stellen, bis sie erkaltet sind. So entsteht ein Vakuum, das die Haltbarkeit sichert.
Wie wir bei Früchte Kölbl dafür sorgen, dass du die besten Nektarinen bekommst
Alle Tipps in diesem Artikel funktionieren nur dann richtig, wenn du von Anfang an mit erstklassiger Ware arbeitest. Genau da kommen wir ins Spiel. Als Großhändler mit über 50 Jahren Erfahrung im Bayerischen Wald wissen wir, worauf es bei saisonalem Obst wie Nektarinen ankommt:
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