Pflaumen haben in Deutschland ihre Hauptsaison von Mitte Juli bis Ende Oktober. Der genaue Zeitraum hängt von der Sorte und dem Anbaugebiet ab, wobei frühe Sorten bereits im Juli reifen und späte Sorten noch bis in den Oktober hinein geerntet werden. In diesem Artikel erfährst du alles Wichtige rund um Pflaumensorten, Reifezeichen, Herkunft und Lagerung.
Wann sind Pflaumen in Deutschland reif?
Pflaumen sind in Deutschland von Mitte Juli bis Ende Oktober reif. Der Großteil der Ernte fällt in die Monate August und September. Wer saisonales Obst bevorzugt, findet in diesem Zeitraum die frischesten und aromatischsten deutschen Pflaumen auf dem Markt.
Der genaue Erntebeginn richtet sich nach der Sorte, dem Standort und dem Witterungsverlauf des jeweiligen Jahres. In wärmeren Regionen wie dem Rheinland oder Franken starten manche Frühsorten schon Mitte Juli, während in kühleren Lagen die Ernte etwas später einsetzt. 2026 könnte ein warmer Frühsommer dazu führen, dass die Saison etwas früher beginnt als gewohnt.
Pflaumen zählen zu den beliebtesten Steinfrüchten in Deutschland und sind ein klassisches Beispiel für saisonales Obst, das regional und mit kurzen Transportwegen angeboten werden kann. Das macht sie nicht nur geschmacklich, sondern auch ökologisch attraktiv.
Welche Pflaumensorten gibt es und wann reifen sie?
In Deutschland werden vor allem Zwetschgen, Renekloden, Mirabellen und klassische Pflaumen angebaut. Jede Sorte hat ihren eigenen Reifezeitraum, der von Juli bis Oktober reicht. Die Vielfalt macht es möglich, über mehrere Monate hinweg frische Steinfrüchte aus deutschem Anbau zu beziehen.
Frühe Sorten (Juli bis August)
Mirabellen gehören zu den ersten Steinfrüchten der Saison. Sie reifen meist schon Ende Juli und sind für ihren süßen, intensiven Geschmack bekannt. Auch frühe Zwetschgensorten wie die Hauszwetschge oder die Cacaks Frühe sind ab Anfang August verfügbar.
Hauptsorten (August bis September)
Die Hochsaison gehört der klassischen Zwetschge. Sorten wie Hanita, Presenta oder Katinka dominieren den Markt im August und September. Renekloden, die grünlich-gelben Verwandten der Pflaume, sind ebenfalls in diesem Zeitraum erhältlich und punkten mit einem besonders feinen, honigartigen Aroma.
Späte Sorten (Oktober)
Wer bis in den Oktober wartet, findet noch Späte Sorten wie die Tegera oder die Jojo. Diese Sorten sind oft fester und eignen sich gut für die Weiterverarbeitung, zum Beispiel für Kompott oder Backwaren.
Wie erkenne ich reife Pflaumen beim Kauf?
Reife Pflaumen erkennst du an einer tiefen Farbe, einem leichten Druckpunkt und einem angenehmen Duft. Die Schale sollte glatt und unbeschädigt sein, und die Frucht sollte sich bei sanftem Druck leicht nachgeben, ohne matschig zu sein.
Konkret kannst du auf folgende Merkmale achten:
- Farbe: Je nach Sorte dunkelblau bis violett (Zwetschge), gelb-grün (Reneklode) oder goldgelb (Mirabelle). Eine gleichmäßige, kräftige Farbe ist ein gutes Zeichen.
- Duft: Reife Pflaumen duften süßlich und fruchtig. Fehlt der Duft, wurde die Frucht zu früh geerntet.
- Textur: Die Frucht sollte leicht nachgeben, aber nicht einsinken. Harte Pflaumen sind unreif, sehr weiche sind überreif.
- Stiel: Ein noch frisch aussehender, grüner Stiel deutet auf eine kürzlich geerntete Frucht hin.
- Reifbelag: Der weiße, wachsartige Belag auf der Schale (Duftfilm) ist völlig natürlich und ein Zeichen für unbehandelte, frische Ware.
Im Großhandel kommt es zusätzlich auf Kalibrierung und Sortierung an. Einheitliche Größen und eine sorgfältige Auslese sind wichtig, damit Gastronomen und Händler gleichbleibende Qualität auf den Teller oder ins Regal bringen können.
Woher kommen Pflaumen außerhalb der deutschen Saison?
Außerhalb der deutschen Saison kommen Pflaumen hauptsächlich aus Spanien, der Türkei, Chile, Südafrika und Argentinien. Diese Länder liefern je nach Jahreszeit frische Ware, sodass Pflaumen und Zwetschgen das ganze Jahr über verfügbar sind.
Im Frühjahr und frühen Sommer kommt ein Großteil der Importware aus dem südlichen Europa, vor allem aus Spanien und Italien. In den Wintermonaten übernehmen Lieferanten aus der südlichen Hemisphäre, zum Beispiel aus Chile oder Südafrika, die Versorgung. Diese Früchte werden oft noch leicht unreif geerntet, damit sie den langen Transport überstehen.
Für alle, die Wert auf saisonales Obst legen, ist es sinnvoll, während der deutschen Saison auf regionale Ware zu setzen und außerhalb der Saison bewusst mit Importprodukten zu planen. Die Qualität von Importpflaumen ist heute durch moderne Kühllogistik deutlich besser als noch vor einigen Jahrzehnten, auch wenn frisch geerntete regionale Früchte in Sachen Aroma oft die Nase vorn haben.
Wie sollten Pflaumen gelagert und transportiert werden?
Pflaumen sollten bei Temperaturen zwischen 0 und 2 Grad Celsius und einer Luftfeuchtigkeit von 90 bis 95 Prozent gelagert werden. Unter diesen Bedingungen bleiben sie bis zu zwei Wochen frisch. Beim Transport ist eine lückenlose Kühlkette entscheidend, um Qualitätsverluste zu vermeiden.
Für die Lagerung im Kühlhaus gilt:
- Pflaumen sind druckempfindlich und sollten nicht gestapelt werden, ohne ausreichende Polsterung oder geeignete Verpackung.
- Die Früchte nehmen leicht Fremdgerüche auf, deshalb sollten sie nicht zusammen mit stark riechenden Produkten wie Zwiebeln oder Knoblauch gelagert werden.
- Bereits angeschnittene oder beschädigte Früchte gären schnell und sollten sofort aussortiert werden.
- Bei Raumtemperatur reifen Pflaumen nach und können dort ein bis zwei Tage gelagert werden, wenn sie noch leicht fest sind.
Im gewerblichen Bereich, also in der Gastronomie oder im Lebensmitteleinzelhandel, ist eine funktionierende Kühllogistik vom Erzeuger bis zur Anlieferung beim Kunden unverzichtbar. Unterbrechungen der Kühlkette führen zu schnellerem Verderb und erhöhtem Schwund, was direkte wirtschaftliche Auswirkungen hat.
Pflaumen in der Gastronomie, Hotellerie und Großküche
Für Restaurants, Hotels und Großküchen spielen Pflaumen und Zwetschgen eine wichtige Rolle in der saisonalen Speiseplanung. Während der Hauptsaison von August bis September lassen sich Desserts, Chutneys, Saucen und herzhafte Gerichte mit frischen regionalen Früchten aufwerten – ein klarer Vorteil gegenüber tiefgekühlter oder konservierter Ware. Gäste schätzen zunehmend saisonal geprägte Speisekarten, und Köche profitieren von der geschmacklichen Intensität frisch geernteter Früchte.
Für gewerbliche Abnehmer ist jedoch nicht nur die Qualität entscheidend, sondern auch die Planungssicherheit. Großküchen und Hotelbetriebe benötigen verlässliche Liefermengen, einheitliche Kalibrierungen und kurze Vorlaufzeiten. Außerhalb der deutschen Saison ist eine gut organisierte Importversorgung daher unverzichtbar, damit Menüs nicht kurzfristig umgestellt werden müssen. Wer frühzeitig mit seinem Lieferanten plant und Bedarfe kommuniziert, kann das gesamte Jahr über konstant mit Pflaumen kalkulieren – ob für das Frühstücksbuffet im Hotel, die Nachspeise im À-la-carte-Restaurant oder die tägliche Großproduktion in einer Betriebskantine.
Pflaumen das ganze Jahr: so helfen wir dir dabei
Ob in der deutschen Hauptsaison oder mitten im Winter: Wir bei Früchte Kölbl sorgen dafür, dass du immer frische Pflaumen und Zwetschgen in gleichbleibender Qualität bekommst. Als IFS-zertifizierter Großhändler mit über 50 Jahren Erfahrung kennen wir die Anforderungen von Gastronomie, Hotellerie, Catering und Lebensmitteleinzelhandel genau.
Was wir dir konkret bieten:
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