Kaki und Sharonfrucht sind nicht dasselbe, auch wenn sie sich zum Verwechseln ähnlich sehen. Der Hauptunterschied liegt in der Züchtung: Die Sharonfrucht ist eine spezielle Zuchtform der Kaki, die ohne die typische Adstringenz auskommt und sich deshalb schon reif und fest essen lässt. Im Folgenden beantworte ich die wichtigsten Fragen rund um die beiden Früchte.
Woher stammen Kaki und Sharonfrucht ursprünglich?
Die Kaki stammt ursprünglich aus Ostasien, vor allem aus China und Japan, wo sie seit Jahrtausenden angebaut wird. Nach Europa kam sie erst im 19. Jahrhundert und wird heute rund ums Mittelmeer kultiviert. Die Sharonfrucht hingegen wurde in Israel gezüchtet und ist nach der fruchtbaren Scharonebene benannt, wo sie erstmals großflächig angebaut wurde.
Heute kommen Kakis vor allem aus Spanien, Italien und der Türkei auf den europäischen Markt. Die Sharonfrucht wird weiterhin hauptsächlich in Israel produziert, aber auch Spanien hat die Sorte übernommen. Botanisch gesehen gehören beide zur Gattung Diospyros und sind damit enge Verwandte.
Was ist der Hauptunterschied zwischen Kaki und Sharonfrucht?
Der entscheidende Unterschied ist die Adstringenz. Unreife oder falsch gelagerte Kakis enthalten viele Tannine, die das Mundgefühl pelzig und zusammenziehend machen. Die Sharonfrucht wurde so gezüchtet, dass sie diesen Effekt nicht hat. Du kannst sie fest und knackig essen, ohne warten zu müssen, bis sie weich wird.
Dazu kommt ein weiterer praktischer Vorteil der Sharonfrucht: Sie hat keine Kerne. Bei der klassischen Kaki können je nach Sorte mehrere Kerne vorhanden sein. Außerdem lässt sich die Sharonfrucht auch mit Schale essen, was die Verarbeitung in der Küche deutlich vereinfacht. Für die Gastronomie ist das ein echter Pluspunkt, weil Schälen und Entkernen entfallen.
Wie schmecken Kaki und Sharonfrucht im Vergleich?
Beide Früchte schmecken süß und mild, mit einem leichten Honigton. Eine vollreife Kaki ist dabei intensiver und weicher im Geschmack, fast schon cremig. Die Sharonfrucht ist milder, frischer und weniger süß. Ihr Fruchtfleisch ist fester und erinnert im Biss ein wenig an eine reife Pflaume oder Aprikose.
Wer Kakis zu früh isst, also bevor sie wirklich weich sind, erlebt den pelzigen Effekt der Tannine. Das ist bei der Sharonfrucht ausgeschlossen. Geschmacklich liegt die Kaki also vorne, wenn es um Intensität geht. Wer Früchte lieber unkompliziert und vielseitig einsetzen möchte, greift zur Sharonfrucht.
Woran erkennt man, ob eine Kaki reif ist?
Eine reife Kaki gibt beim leichten Drücken nach, ähnlich wie eine weiche Tomate. Die Schale ist leuchtend orange bis tiefrot und darf ruhig leicht faltig sein. Ist die Frucht noch hart wie ein Apfel, braucht sie noch Zeit. Grünliche Stellen oder eine feste Konsistenz sind klare Zeichen, dass sie noch nicht genießbar ist.
Du kannst eine unreife Kaki bei Raumtemperatur nachreifen lassen. Ein Trick: Lege sie zusammen mit einem Apfel oder einer Banane in eine Papiertüte. Das von diesen Früchten abgegebene Ethylen beschleunigt den Reifeprozess. Im Kühlschrank reift die Kaki kaum nach, deshalb lieber draußen lagern, bis sie weich ist.
Bei der Sharonfrucht brauchst du das alles nicht beachten. Sie ist schon reif, wenn sie noch fest ist, und das macht sie beim Einkauf und in der Lagerung deutlich unkomplizierter.
Wie verwendet man Kaki und Sharonfrucht in der Küche?
Beide Früchte lassen sich roh essen, in Salaten verwenden oder zu Desserts verarbeiten. Die weiche Kaki eignet sich hervorragend für Smoothies, Fruchtpürees und Marmeladen. Ihr cremiges Fruchtfleisch macht sie auch zur idealen Basis für Mousse oder als Topping auf Joghurt und Porridge.
Die Sharonfrucht funktioniert besser überall dort, wo du Biss brauchst. Sie lässt sich in Scheiben schneiden und in Herbstsalaten kombinieren, zum Beispiel mit Rucola, Walnüssen und Ziegenkäse. Auch auf Käseplatten macht sie eine gute Figur. Wegen ihrer festen Konsistenz lässt sie sich außerdem gut grillen oder kurz anbraten, was ihr Aroma karamellisiert und vertieft.
In der Gastronomie ist die Sharonfrucht oft die bevorzugte Wahl, weil sie einfacher zu portionieren und haltbarer ist. Die Kaki punktet dagegen in der Patisserie und überall, wo weiche, fruchtige Texturen gefragt sind.
Welche Nährwerte haben Kaki und Sharonfrucht?
Beide Früchte sind kalorienarm, reich an Ballaststoffen und liefern nennenswerte Mengen an Vitamin C und Vitamin A. Sie enthalten außerdem Kalium und verschiedene Antioxidantien, darunter Carotinoide, die für die kräftige orange Farbe verantwortlich sind. Auf 100 Gramm kommen etwa 65 bis 70 Kilokalorien.
Der Zuckergehalt ist bei beiden Früchten moderat bis mittel. Vollreife Kakis können etwas süßer sein als Sharonfrüchte, was sich auch im Zuckergehalt widerspiegelt. Für Betriebe, die auf Nährwertangaben achten müssen, zum Beispiel in der Gemeinschaftsverpflegung, lohnt sich ein Blick auf die genauen Produktdaten, da diese je nach Herkunft und Reifegrad variieren können.
Kaki und Sharonfrucht bei Früchte Kölbl bestellen
Ob du die cremige Kaki für deine Desserts brauchst oder die unkomplizierte Sharonfrucht für Salate und Käseplatten: Wir haben beides in guter Qualität im Sortiment. Als Großhändler mit über 50 Jahren Erfahrung wissen wir, worauf es bei Frischware ankommt, und wählen unsere Produkte entsprechend aus.
- Frische Kakis und Sharonfrüchte in Großmengen, saisonal verfügbar
- Zuverlässige Lieferung für Gastronomie, Catering und Hotellerie
- Kurze Lieferwege dank enger Zusammenarbeit mit regionalen und ausgewählten internationalen Erzeugern
- Bequeme Bestellung über die Orderlion-App oder direkt bei uns
- Persönlicher Ansprechpartner, der auch bei speziellen Sortimentswünschen weiterhilft
Du kannst deine Bestellung ganz einfach über Früchte Kölbl aufgeben. Und wenn du gerade auf der Suche nach saisonalen Highlights bist, schau gerne bei unseren aktuellen Angeboten vorbei.


