Die Sharon-Frucht ist eine kernlose, adstringenzfreie Variante der Kaki, die du reif oder unreif essen kannst, ohne dass dein Mund ein pelziges Gefühl bekommt. Sie stammt ursprünglich aus Israel und wurde speziell gezüchtet, um den typischen Gerbstoff der klassischen Kaki zu eliminieren. In diesem Artikel beantworte ich die häufigsten Fragen rund um Sharon-Früchte: Geschmack, Unterschiede zur Kaki, Zubereitung, Nährwerte und Herkunft.
Wie schmeckt eine Sharon-Frucht?
Die Sharon-Frucht schmeckt mild-süß mit einer leichten Honignote und erinnert entfernt an eine Mischung aus Aprikose, Pfirsich und Pflaume. Ihr Fruchtfleisch ist fest, saftig und angenehm glatt. Anders als bei der klassischen Kaki fehlt der Sharon-Frucht die adstringierende Bitterkeit vollständig, was sie besonders zugänglich macht.
Der Geschmack variiert leicht je nach Reifegrad. Noch leicht fest, schmeckt sie frisch und knackig. Wenn sie weicher wird, intensiviert sich die Süße und das Fruchtfleisch bekommt eine fast cremige Textur. Wer Kaki bisher gemieden hat, weil der Gerbstoff unangenehm war, wird die Sharon-Frucht oft als angenehme Überraschung erleben.
Was ist der Unterschied zwischen Sharon-Frucht und Kaki?
Der wichtigste Unterschied zwischen Sharon-Frucht und Kaki liegt im Gerbstoffgehalt. Die Sharon-Frucht ist eine spezielle Zuchtform der Kaki (botanisch Diospyros kaki), bei der der Gehalt an Tanninen so weit reduziert wurde, dass sie jederzeit gegessen werden kann, ohne pelzig im Mund zu wirken. Klassische Kaki-Sorten müssen dagegen vollständig ausgereift sein, bevor sich der Gerbstoff abbaut.
Weitere Unterschiede im Überblick:
- Kernlosigkeit: Sharon-Früchte sind in der Regel kernlos, klassische Kaki enthalten oft Kerne.
- Reifegrad beim Essen: Sharon-Früchte kannst du auch noch fest essen. Kaki-Sorten wie die Hachiya müssen weich und fast gallertartig sein, bevor sie genießbar sind.
- Herkunft und Züchtung: Sharon-Früchte wurden in Israel gezüchtet und tragen ihren Namen nach der Küstenregion Sharon. Die Kaki hat ihren Ursprung in China und Japan.
- Schale: Die Schale der Sharon-Frucht ist dünner und wird oft mitgegessen. Bei vielen Kaki-Sorten empfiehlt es sich, die Schale zu entfernen.
Im Supermarkt werden Sharon-Früchte manchmal einfach als „Kaki“ verkauft, was zu Verwirrung führt. Achte beim Kauf auf die Bezeichnung oder darauf, ob die Frucht auch noch fest angeboten wird.
Wie und wann isst man eine Sharon-Frucht richtig?
Eine Sharon-Frucht ist dann am besten, wenn sie leuchtend orange und leicht nachgebend ist, ähnlich wie eine reife Tomate. Du kannst sie aber auch noch fester essen, ohne Abstriche beim Geschmack machen zu müssen. Das macht sie deutlich unkomplizierter als klassische Kaki-Sorten.
So isst du sie richtig:
- Waschen: Kurz unter kaltem Wasser abspülen.
- Kelch entfernen: Den grünen Stielansatz oben abschneiden.
- Schälen oder nicht: Die Schale ist essbar und dünn. Viele essen sie einfach mit. Wenn du sie lieber ohne isst, schälst du sie wie einen Apfel.
- In Scheiben oder Stücke schneiden: Wie eine Tomate oder einen Apfel in Spalten schneiden.
Wenn du eine Sharon-Frucht bei Zimmertemperatur lagerst, reift sie nach. Im Kühlschrank verlangsamt sich der Reifeprozess. Bereits reife Früchte hältst du im Kühlschrank noch zwei bis drei Tage frisch.
Wie kann man Sharon-Früchte in der Küche verwenden?
Sharon-Früchte lassen sich vielseitig in der Küche einsetzen. Du kannst sie roh essen, in Salate schneiden, zu Chutneys verarbeiten, auf Käseplatten servieren oder in Desserts verwenden. Ihre milde Süße harmoniert sowohl mit herzhaften als auch mit süßen Gerichten.
Hier ein paar konkrete Ideen:
- Salat: In dünne Scheiben geschnitten passen Sharon-Früchte gut zu Rucola, Walnüssen und einem Balsamico-Dressing.
- Käseplatte: Die Süße der Frucht ergänzt kräftigen Blauschimmelkäse oder würzigen Hartkäse hervorragend.
- Chutney: Zusammen mit Ingwer, Zwiebeln und Essig ergibt sie ein fruchtiges Chutney, das gut zu Wildgerichten oder gegrilltem Fleisch passt.
- Smoothie: Zusammen mit Orange oder Mango ergibt sie einen süßen, cremigen Smoothie.
- Dessert: Als Topping auf Joghurt, Panna Cotta oder Porridge macht sie optisch und geschmacklich einiges her.
- Getrocknet: In Scheiben getrocknet ist sie ein natürlicher Snack mit intensivem Geschmack.
In der Gastronomie wird die Sharon-Frucht gerne als saisonale Zutat in Herbst- und Wintermenüs eingesetzt, weil sie von Oktober bis Januar Saison hat und eine schöne Farbe auf den Teller bringt.
Welche Nährwerte und gesundheitlichen Vorteile hat die Sharon-Frucht?
Die Sharon-Frucht ist reich an Vitamin A, Vitamin C und Ballaststoffen. Sie enthält außerdem Kalium, Mangan und Antioxidantien. Bei moderatem Zuckergehalt ist sie eine nährstoffreiche Wahl für alle, die auf eine ausgewogene Ernährung achten.
Die wichtigsten Nährwerte auf einen Blick:
- Kalorien: Etwa 70 kcal pro 100 g
- Kohlenhydrate: Rund 18 g, davon etwa 12 g Zucker
- Ballaststoffe: Etwa 3,5 g pro 100 g
- Vitamin A: Sehr hoher Gehalt durch Beta-Carotin, gut für Augen und Immunsystem
- Vitamin C: Unterstützt das Immunsystem und die Kollagenbildung
- Kalium: Relevant für Herzfunktion und Blutdruck
Durch den hohen Ballaststoffgehalt fördert die Sharon-Frucht die Verdauung. Die enthaltenen Antioxidantien, insbesondere Beta-Carotin und Flavonoide, können dazu beitragen, Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Sie ist dabei glutenfrei, fettarm und leicht verträglich.
Wo kommt die Sharon-Frucht her und wo wird sie angebaut?
Die Sharon-Frucht stammt aus Israel und wurde in der Küstenebene Sharon nördlich von Tel Aviv gezüchtet. Dort wurde in den 1960er und 1970er Jahren gezielt an einer Kaki-Sorte gearbeitet, die ihren Gerbstoff verliert, bevor sie vollständig ausgereift ist. Heute wird die Frucht auch in Spanien, Italien, Brasilien und weiteren Ländern mit warmem Klima angebaut.
Die Hauptsaison der Sharon-Frucht liegt in Europa zwischen Oktober und Januar. In dieser Zeit kommen die meisten Früchte aus Israel und Spanien. Spanische Anbaugebiete, vor allem in Valencia und Andalusien, haben in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen und beliefern den europäischen Markt mit frischer Ware.
Die Kaki-Pflanze selbst ist ein Laubbaum, der in subtropischen bis gemäßigten Klimazonen gedeiht. Sie braucht warme Sommer und mild-kühle Winter, verträgt aber keine starken Fröste. In Deutschland wird sie kaum angebaut, weshalb Sharon-Früchte hierzulande importierte Ware sind.
Sharon-Früchte bei Früchte Kölbl bestellen
Wir lieben Produkte, die auf den ersten Blick unbekannt wirken, aber beim ersten Biss überzeugen. Die Sharon-Frucht ist so ein Fall. Für Gastronomie, Catering und alle, die ihren Kunden etwas Besonderes auf den Teller bringen wollen, ist sie eine tolle saisonale Option.
Was wir dir dabei bieten:
- Saisonale Verfügbarkeit: Sharon-Früchte in der Hauptsaison von Oktober bis Januar, frisch und in einwandfreier Qualität
- Zuverlässige Lieferung: Direktbelieferung für Gastronomiebetriebe, Hotels, Caterer und Einzelhändler im Liefergebiet
- Persönliche Beratung: Wir helfen dir, das Sortiment saisonal zu planen und die richtigen Mengen zu bestellen
- Einfache Bestellung: Über die Orderlion App kannst du bequem und schnell bestellen, Favoritenlisten anlegen und Bestellungen wiederholen
- Exotische Spezialitäten: Unser Food-Hunter sucht regelmäßig nach besonderen Produkten, damit du immer etwas Überraschendes im Angebot hast
Wenn du Sharon-Früchte oder andere Saisonware für deinen Betrieb brauchst, bestell direkt bei Früchte Kölbl und schau gerne auch in unsere aktuellen Angebote, was gerade frisch verfügbar ist.


